Besuch beim SC Borsigwalde

Veröffentlicht am 04.02.2020 in Abteilung

Am 10. Januar begleitete der Vorsitzende der SPD-Abteilung Borsigwalde/Tegel-Süd, Ingo Todtenkopf, den Ansprechpartner für alle Sportfragen in der Berliner Senatsverwaltung, Alexander Dzembritzki. Mit dabei zum Ortstermin in der Kiezhelden-Arena waren seine Referenten Nicole Borkenhagen, Dirk König und als Vertreter des Sportausschusses aus der BVV, Ulf Wilhelm (SPD). Vom Berliner Fußballverband war außerdem Florian Schäfer mit dabei, im Hauptamt beim BFV verantwortlich für Infrastruktur. Ingo Todtenkopf berichtet von diesem Besuch:

 

Dabei machten wir uns ein Bild von der Vereinsarbeit des SC Borsigwalde und den Platzverhältnissen. Es ist beeindruckend und aller Ehren wert, was dieser Verein in den letzten Jahren im Kiez auf die Beine gestellt hat!

 

Die Kiezhelden haben bereits 2016 einen Antrag gestellt für ein weiteres Kleinspielfeld an der Tietzstraße, das die marode Aufwärmfläche neben ihrem Sportplatz ersetzen soll. In einem äußerst konstruktiven und für den Vereinsvorstand ermutigenden Gespräch signalisierte Alexander Dzembritzki und wir unsere volle Unterstützung. Verschiedene Möglichkeiten wurden dabei aufgezeigt, die in den nächsten Wochen und Monaten intensiv ausgelotet werden sollen. Dabei zeigten Jugendleiter Matthias Wolf und Vereinspräsident Manfred Protz auf, dass der Verein selbst bereit ist, planungstechnisch und finanziell mit in die Verantwortung zu gehen – wenn der Bezirk es nicht stemmen kann. Die mangelhafte Unterstützung durch den Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) oder Bezirksstadtrat Tobias Dollase (parteilos, für CDU) wurde mehrmals in diesem Gespräch erwähnt!

 

Der SC Borsigwalde 1910 aus dem Berliner Bezirk Reinickendorf ist ein aufstrebender Verein mit Perspektive. Er hat mittlerweile 35 Mannschaften im Spielbetrieb, zwei weitere nur im Trainingsbetrieb, dazu 60 Trainer, Betreuer, Betreuerinnen der Kids (allein 430 Kinder und Jugendliche werden hier in 24 Mannschaften von 50 ehrenamtlichen Trainern betreut). Gemeinsam mit den Füchsen ist er der größte Fußballverein in Reinickendorf und gehört zu den zwölf größten Fußballklubs Berlins. Dabei erfüllt er eine enorm wichtige Funktion in Hinblick auf die körperliche Entwicklung und Freizeitgestaltung der vielen Jugendlichen, aber auch für die Integration der jungen Menschen mit Migrationshintergrund (Spieler aus 35 Nationen) in unserem Borsigwalder Kiez.

 

Schon jetzt platzt ihr Trainingsplan aus allen Nähten – und am Ausweichstandort Borsigpark stehen nur begrenzt Zeiten zur Verfügung (schon jetzt trainieren mehrere Jugendteams zu Erwachsenen-Zeiten ab 20 Uhr) und kommt trotz des Baus eines Holzhauses durch Eigenmittel der Jugendabteilung in Höhe von rund 9000 Euro im Jahr 2019 kein Vereinsleben zustande (wenn sich nur die Teams die Klinke in die Hand geben). Was wird es erst für einen Zulauf geben, wenn die Vonovia die 600 Wohnungen im Ziekow-Kiez baut? Schon jetzt musste der Verein einen Aufnahmestopp verhängen.

 

Der Berliner Fußballverband hat dem Bezirk Reinickendorf bereits vor zwei Jahren aufgezeigt, warum der Verband in diesem Fall noch einmal bereit wäre, eine Ausnahmegenehmigung für einen Spielbetrieb auf dem (lediglich zwei Meter zu schmalen) Kleinfeld zu geben. O-Ton Kupper, in diesen Tagen: „Unfassbar, dass da immer noch nichts passiert ist. Ich war damals eigens persönlich bei Sportstadtrat Dollase, um ihm die Dringlichkeit zu verdeutlichen.“ Florian Schäfer erläuterte als zu prüfende Alternative auch noch einmal die Situation rund um den Sportplatz Sommerfelder Straße, der seit einigen Jahren nicht mehr für den Spielbetrieb genutzt wird. Ob das weiterhin so bleiben müsse, sei zu klären, sagte auch Dzembritzki.

 

Der Staatssekretär für Sport, Alexander Dzembritzki, die BVV-Fraktion der SPD-Reinickendorf und die SPD-Abteilung Borsigwalde/Tegel-Süd werden den SC Borsigwalde bei der Lösung seiner Platzproblemen auf allen Ebenen unterstützen!