24.Juni 1948 - 24. Mai 2026
Am Pfingstsonntag in aller Frühe wurde unsere jahrzehntelange Weggefährtin vollkommen überraschend und plötzlich aus dem Leben gerissen. Wir sind tief betroffen und in Gedanken bei ihrem Ehemann und ihrer Familie. Brigitte starb unerwartet kurz vor ihrem 78.ten Geburtstag abgeschirmt und allein auf einer Intensivstation.
Am 1.5.1972, also vor 54 Jahren, trat Brigitte in die SPD ein. Es war eine Zeit des politischen Umbruchs: 1969 hatte die sozialliberale Koalition unter Bundeskanzler Willy Brandt die große Koalition abgelöst. Es war die Zeit der Entspannungspolitik und der Ostverträge. Und Brigitte wurde eines von rund einer Million von Mitgliedern der SPD.
Seitdem war sie Jahr für Jahr aktiv und engagiert in den verschiedensten Positionen in unserer Abteilung tätig, in den letzten Jahren als Revisorin und unterstützend in der Mitgliedsbetreuung. Egal, ob Kinder- oder Bürgerfest, ob am Info-Stand oder beim Wahlkampf, ob in Delegiertenversammlungen oder bei Vorbereitungs- und Diskussionsrunden – auch bei ihr zu Hause-, ob bei Abteilungsversammlungen oder Bürgergesprächen, Brigitte regelte, organisierte, besorgte, diskutierte, überzeugte, packte an und stritt auch mal für ihre Meinung, temperamentvoll und gut gelaunt. Solidarität war für sie kein Lippenbekenntnis, und die Floskel vom positiven Denken wurde von ihr gelebt.
Neben dem Parteileben ging sie in weiteren ehrenamtlichen Aktivitäten auf, exemplarisch hier zu nennen: die deutsch-polnische Gesellschaft und die Betreuung von Kindern aus der nahegelegenen Asylbewerberunterkunft. Durch ihre ausgeprägte soziale Ader flogen ihr diese Bereiche buchstäblich zu.
Liebe Brigitte, wir vermissen Dich sehr!
Dein Abteilungsvorstand
